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Malteser Steinheim

2011

Papstbesuch in Etzelsbach

Vier Malteser pilgerten von Steinheim zum Heiligen Vater nach Etzelsbach. 
Uns erwartete ein riesiges Gelände, was wir zuerst mit einem kleinen Imbiss erkundeten. Der Zufall ergab, dass wir bevor der Heilige Vater um ca. 18 Uhr alle Pilger begrüßte uns vier eine persönliche Audienz gestattete (Siehe Bild).
Wir hatten Karten für die letze Reihe, die Information gab uns Karten links vom Altar in der ersten Reihe gemeinsam mit den Eichsfeldern.
Die Zeit bevor der Papst kam war lang, wurde aber mit einem Unterhaltungsprogamm von den Eichsfeldern überbrückt. Ich nutzte meine Entspannung mit einem kleinen Nickerchen, natürlich wie konnte es anderes sein, die von den Eichsfelder unterbrochen wurde. Auffallend, dass spürte ich, war die Nähe der ehemaligen Grenze die Wahl des Ortes! Eichsfeld ein Teil Deutschlands das durch Nazis, Kommunismus und der Herrschaft der der SED sich bewehren musste, aber dem Glauben treu geblieben ist. Für mich ein beeindruckendes Gefühl der Geborgenheit in dieser Gegend zu sein. 
Die Ankunft des Papstes war spannender, wie sie anders nicht sein konnte. Mit Verspätung traf dieser ein, der von uns 90 Tausend Pilgern herzlich empfangen wurde. Uns erwartete eine professionelle Einleitung wie Begrüßung des Papstes. Der Vespergottesdienst gestaltet von den Eichsfeldern war für mich ein unvergessenes Erlebnis was ich so noch nicht erlebt habe. Im Nu, verging die Zeit, so dass man, wenn man nicht das Geschehene aufmerksam verfolgte die Abreise fast verpasst hätte. 
Ein Tag in meinem Leben, die Gemeinsamkeit in Etzelsbach die ich im Leben wohl nicht vergessen werde. 
Günter Lange

Von der Übernahme zur Übung

Am 22.10.2011 wurden bei der Fa. Baumeister & Trabandt GmbH in Korschenbroich den Hilfsorganisationen 66 Fahrzeuge für den Katastrophenschutz vom Land NRW übergeben. Die Fahrzeuge werden als Mannschafts- transportwagen, kurz MTW, eingesetzt und haben 136 PS und 9 Sitzplätze. Die Mercedes Benz Vito sind schon mit dem neuen digitalen Funk ausgestattet. Auch ein digitales Hand- sprechfunkgerät gehört zu dem Fahrzeug. Für die Übergangszeit ist auch noch ein analoges Funkgerät eingebaut. Von der Malteser - Gliederung Steinheim haben sich 3 ehren- amtliche Helfer am frühen Samstag- morgen auf den Weg nach Korschenbroich gemacht, um das Fahrzeug zu übernehmen. Nach einer kleinen Stärkung und einem Kaffee wurden sie mit dem Fahrzeug vertraut gemacht. Danach wurde die Heimfahrt angetreten.

Noch während der Rückfahrt wurde von der Leitstelle in Brakel über Meldeempfänger ein Alarm für den MHD Steinheim ausgelöst.

Gerade in Steinheim angekommen wurde das neue Fahrzeug bei dieser Alarmübung mit eingesetzt. Der KTW, der Betreuungs-Sprinter und der neue Vito mit dem Technikanhänger machten sich auf den Weg zum Unfallort. Es wurden 2 verletzte Personen vorgefunden. Die Verletzungen sind sehr realistisch geschminkt worden. Während der Technik-Trupp für die Ausleuchtung der Unfallstelle sorgte, wurden die Verletzten von den Sanitätern versorgt und in den KTW gebracht. Hier wurde dann die Übung beendet. Bei der folgenden Nachbesprechung wurde von allen Beteiligten ein positives Fazit gezogen.

Josef Markwort

Lourdes - Wallfahrt 2011

Paderborn.  Ob es die Besserung einer Unfallverletzung, die Ergriffenheit beim Gebet in der Grotte zu Lourdes oder die besondere Einsatzbereitschaft der mitgereisten Jugendlichen war – es gab viele kleine und individuelle Wunder von der die Malteser Pilger zu berichten haben.

Hoffnungsfroh startete die siebentägige Pilgerreise am 14. April mit einer Rekordbeteiligung von insgesamt 850 Pilgern nach Lourdes. In diesem Jahr begleiteten Weihbischof Matthias König und Malteser-Diözesanseelsorger Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg den Sonderzug nach Südfrankreich. 180 Pilger starteten einen Tag später mit dem Flugzeug von Paderborn-Lippstadt.

Besonders war auch die seelsorgliche Begleitung und medizinische Unterstützung der schwerst kranken und behinderten Pilger durch Ärzte, Pfleger und Sanitäter des Malteserordens und Malteser Hilfsdienstes, zum Teil in einem speziellen Lazarettwagen. Insgesamt 98 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer standen bedarfsgerecht zur Verfügung, um den Bedürftigen Hände und Füße zu sein.

Auf der Hinfahrt war der Zwischenstopp in Trier sowie die Feier der Eröffnungsmesse im Trierer Dom ein besonderes Highlight.

In Lourdes erwartete die Pilgerschar eine Vielzahl von Veranstaltungen, wie das Aufstellen der Pilgerkerze an der Grotte zu Lourdes, Gottesdienst in der Rosenkranzbasilika und die stimmungsvollen abendlichen Lichterprozessionen.

Am Palmsonntag erlebten die Paderborner Pilgerinnen und Pilger eindrucksvoll den Einstieg in die Heilige Woche gemeinsam mit vielen Tausend anderen Pilgern aus aller Welt. Die geistliche Pilgerleitung, Weihbischof Matthias König stand dabei der internationalen Messe als Hauptzelebrant vor. Zum dritten Mal in Folge durften Jugendliche das Passionsspiel während diesem Festgottesdienst aufführen und den Pilgern das Leiden und Sterben Christi näher bringen.

Die siebentägige Pilgerreise endete gestern mit dem pünktlichen Eintreffen des Pilgersonderzuges am frühen Abend im Paderborner Hauptbahnhof. Ein kleiner Teil der Reisenden fuhr noch weiter bis Altenbeken. Vorab legte der Pilgerzug noch einen Zwischenstopp in Köln ein, um im Dom einen Abschlussgottesdienst zu feiern. Mit Unterstützung der Malteser aus Köln, konnten auch alle Kranken und Behinderten teilnehmen, die in Rollstühlen in den Dom gefahren wurden.

Alle Teilnehmer und besonders das Leitungsteam des Pilgerzuges sind überaus zufrieden mit dem Verlauf der Wallfahrt. Die Pilger sind allesamt ohne Zwischenfälle zwar erschöpft aber im Geiste gestärkt wieder in ihrer Heimat eingetroffen.

Begeistert und  anerkennend äußerte sich Weihbischof Matthias König über das Engagement der vielen Jugendlichen, die immer wieder gerne Dienste als Ministranten übernommen, Kranken und Behinderten geholfen haben.

„Die Muttergottes von Lourdes hat sicher mitgeholfen, dass die Jugendlichen sich ganz darauf eingelassen haben und in Stille gebetet haben.“ sagt Norbert Scheckel, Diözesanjugendseelsorger der Malteser im Erzbistum Paderborn nach dem nächtlichen Besuch der Lourdes Grotte mit 200 Jugendlichen. Für die jungen Mitpilger gab es zusätzlich zum normalen Pilgerprogramm jeden Tag eigene Angebote, wie z. B. der nächtliche Besuch der Lourdes-Grotte und Bastelangebote während der langen Zugfahrt.

Immer wieder sorgten die Jugendlichen auch für ordentliche Stimmung mit Musik und Gesang auch außerhalb der Gottesdienste.

Karneval Sanitätsdienst

Steinheim: Die Malteser Steinheim ziehen eine positive Bilanz Ihrer Sanitätseinsätze am Rosenmontag. Angesichts des 100. Jubiläums und strahlenden Wetters war der Umzug überaus gut besucht. Die Malteser zeigten mit 29 Einsatzkräften, darunter der Stadtbeauftragte Albert Boßerhoff als leitender Arzt, Sanitätern aus den Nachbargliederungen Brakel, Paderborn und Höxter sowie 2 Kollegen der JUH Blomberg, an 5 Stationen und mit mobilen Fußtruppen rund um den Steinheimer Ring entsprechend große Präsenz.

Sanitätsdienstleiter Timo Kistner lobte bereits im Vorfeld die gute Vorbereitung der am Rettungsdienst beteiligten Einheiten. Das Ordnungsamt der Stadt Steinheim hatte zusammen mit der Rettungswache, Feuerwehr, Polizei und den Maltesern ein Sicherheitskonzept erstellt, das unter anderem mögliche Brandgefahren und die erforderlichen Rettungswege beinhaltete. „Nicht erst seit dem Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg legen wir in Steinheim großen Wert auf eine optimale Zusammenarbeit mit den Behörden und allen Rettungskräften“, betonte Kistner.

So konnten auch die 15 Hilfebedürftigen mit Unterzuckerungen, Verstauchungen, Schnittwunden und Alkoholproblemen schnell und kompetent versorgt werden. „Angesichts der hohen Besucherzahl ein insgesamt ruhiger Einsatz, der sicher auch auf die Sicherheitshinweise und Warnungen vor Alkoholmissbrauch im Vorfeld zurückzuführen ist“, lobte Kistner die Disziplin der Karnevalsgäste.

Heimlicher „Star“ am Rande des Umzugs war - auch ohne bunten Schmuck - der frisch überholte und als Funk-Fahrzeug ausgerüstete Hanomag-Oldtimer (Foto) der Malteser aus dem Baujahr 1964, der bei seinen Einsatzfahrten mit offenem Verdeck viele Blicke auf sich zog.

Europäischer Tag der 112 am 11.2.

Europäischer Tag der 112 am 11.2.

Steinheim Das Ergebnis ist erschreckend: 82 Prozent der Deutschen wissen nicht, dass sie im Notfall an jedem Ort der Europäischen Union unter der Telefonnummer 112 Hilfe holen können. Das fand die Europäische Kommission in der Eurobarometer-Umfrage heraus. „Wir erleben das regelmäßig bei unseren Erste-Hilfe-Kursen: Wenn wir nach der Notrufnummer fragen, herrscht bei den Teilnehmern ahnungslose Stille“, sagt Ulrich Drewes, Ausbilder bei den Maltesern in Steinheim. „Dabei zählt im Notfall jede Sekunde: Jeder sollte wissen, wie er helfen kann oder zumindest Hilfe holt“, so Drewes Zum Europäischen Tag der Notrufnummer 112 am 11.2. starten die Malteser eine Erste-Hilfe-Offensive und laden Jung und Alt zu einem Erste-Hilfe-Kurs ein.

„Leider sehen die meisten Menschen den Erste-Hilfe-Kurs immer noch als lästige Pflicht auf dem Weg zum Führerschein und nicht als Chance, zum Lebensretter zu werden“, berichtet Doris Boßerhoff , Leiterin  Ausbildung in Steinheim .. Umso mehr freut es ihn, wenn sich junge Eltern oder Großeltern zum Kurs „Erste Hilfe bei Kindernotfällen“ anmelden oder Vereine und Chöre geschlossen ihre Kenntnisse auffrischen. „Meistens geht dem Engagement ein erschreckendes Erlebnis voraus: Ein Kind verschluckt etwas und die Eltern geraten in Panik. Oder ein Sänger bricht plötzlich zusammen und niemand im Chor weiß, was zu tun ist“, sagt Doris Boßerhoff.

Besonders schockierend sind solche Situationen für Kinder: wenn sie alleine mit der Oma oder dem Opa sind, die sich plötzlich an die Brust fassen und bewusstlos werden. „Das ist ein riesiger Schock für die Kinder, der sich in die kleine Seele brennt und noch Jahre später Schuldfragen aufwirft“, erzählt Günter Lange , ebenfalls Ausbilder bei den Steinheimer Maltesern.. Dabei können auch Kinder zu Lebensrettern werden, wenn sie den Rettungsdienst unter der 112 anrufen und sagen, wo und was passiert ist, wie viele Menschen verletzt sind und was sie haben. All das bringen die Malteser den Kleinsten ab vier Jahre spielend in dem Kurs „Abenteuer Helfer“ bei, der sich zum Beispiel auch für Projekttage in Kindergärten und Schulen eignet. „Wir laden Jung und Alt ein, sich zu Ersthelfern ausbilden zu lassen, um im Notfall helfen zu können“, so Doris Boßerhoff

Im vergangenen Jahr haben über 250 Teilnehmer die Kurse der Malteser in Steinheim besucht. „Das ist eine Steigerung um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so Doris Boßerhoff weiter. „Wir hoffen, dass das auch in diesem Jahr so weiter geht“. Die nächsten Erste-Hilfe-Kurse finden laufend statt  Informationen – auch zu Kursen für Gruppe und Verein oder spezielle Themen wie Kinderunfälle – bei Doris Boßerhoff von den Malteser in Steinheim unter der Telefonnummer 05233 / 7123 ( ab 13:00 )

Foto: Erste Hilfe ist nicht nur etwas für Führerscheinanwärter: Zum Tag der Notrufnummer 112 laden die Malteser Jung und Alt zu einem Erste-Hilfe-Kurs ein. (Foto: Malteser)

Christlich und engagiert: Der Malteser Hilfsdienst setzt sich für Bedürftige ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit · 56.000 Engagierte in Haupt- und Ehrenamt · an mehr als 700 Orten · 1 Mio. Förderer und Mitglieder

Diözesanarztwechsel

Bundesarzt Dr. Rainer Löb hält Laudatio im Schloss Ahausen.

Am 12. Februar trafen sich die Führungskräfte des Malteser Hilfsdienstes für die Erzdiözese Paderborn im Schloss Ahausen bei Finnentrop. Stephan Graf von Spee, bis Ende Januar 2011 Diözesanleiter und seitdem stellvertretender Leiter für das Sauer- und Siegerland, war Gastgeber bei der Berufung des neuen Diözesanarztes Albert Boßerhoff und Verabschiedung seines Vorgängers Dr. Gerhard Markus. Die Berufung übernahm der neue Diözesanleiter Dr. Wolf van Lengerich aus Paderborn. Dem Diözesanarzt obliegt im Zusammenwirken mit den Ärzten und Einsatzkräften der Ortsgliederungen die Sorge um medizinische Belange zum Beispiel im Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Krankentransport und Sanitätsdienst.

Nach dem Dankgottesdienst mit Diözesanseelsorger Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg in der Hauskapelle, hielt der lange in Paderborn tätige Malteser-Bundesarzt Dr. Rainer Löb aus Hamm die Festrede. Dieser würdigte die Verdienste von Dr. Gerhard Markus (70) aus Paderborn, der dieses Amt 32 Jahre bekleidet hatte: „Er hat sich in humorvoller, manchmal streitbarer, immer aber hilfsbereiter Weise in den Dienst am Nächsten gestellt und so den Malteser-Ordensleitsatz ‚tuitio fidei et obsequium pauperum’ (Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen) in vorbildlicher Weise gelebt. Als Ausbilder und Leitender Arzt bei Großveranstaltungen hat er immer wieder ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter motiviert.“

Markus war bis 2005 Chefarzt der medizinischen Abteilung des St. Vincenz Krankenhauses Paderborn ist seit 1956 aktiver Malteser, unter anderem als Ausbilder in der Ersten Hilfe und im Rettungsdienst, als Zugführer und Bereitschaftsarzt. 1984 wurde er in den Souveränen Malteser Ritterorden aufgenommen. Er war Leitender Arzt bei großen Sanitätseinsätzen und Wallfahrten für Kranke und Behinderte nach Rom und Lourdes. Für sein langjähriges Engagement erhielt er die Malteser-Plakette in Gold des Malteser Hilfsdienstes.

Albert Boßerhoff (54), Oberarzt der Chirurgie und Notarztbeauftragter am St.-Rochus-Hospital im ostwestfälischen Steinheim, ist dort seit 1999 Stadtbeauftragter des MHD und seit 34 Jahren ehrenamtlicher Malteser. Seit Juni 2000 ist er zum Leitenden Notarzt im Kreis Höxter bestellt und unterrichtet an der Krankenpflegeschule. Bei den Maltesern übernahm er darüber hinaus Verantwortung als leitender Arzt bei Großveranstaltungen und Wallfahrten auf Diözesan- und Bundesebene. Er ist seit Jahren Mitglied im Diözesanvorstand und Delegierter der Bundesversammlung. Für seine zahlreichen Malteserverdienste und auch für seinen Einsatz als Flotillenarzt der Reserve erhielt Albert Boßerhoff 2009 das Bundesverdienstkreuz.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE87370601201201216474  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7